„Jugend in Arbeit plus“: Vermittlung im Kreis Unna erfolgreich

Da die Jugendarbeitslosigkeit in Lünen im Vergleich zu den anderen neun Städten und Gemeinden des Kreises Unna besonders hoch ist, informierte sich Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns in der Werkstatt im Kreis Unna in Lünen über das Programm „Jugend in Arbeit plus“.

Ziel der Initiative, die vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird, ist es, arbeitsfähigen und arbeitswilligen Jugendlichen eine berufliche Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Die bei der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) angesiedelte Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet begleitet und koordiniert das Programm im Kreis Unna. Neben der Beratungsstelle in Lünen stehen den jungen Erwachsenen auch noch zwei weitere Anlaufstellen in Kamen und Unna zur Verfügung.

Viktoria Berntzen (2.v.l.) von der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, Andrea Kossack (2.v.r.), die die ratsuchenden Jugendlichen in Lünen betreut, Herbert Dörmann (r.), Geschäftsführer der Werkstatt im Kreis Unna mbH, und Abteilungsleiterin Hanna Stoewe berichteten dem Stadtoberhaupt von ihrer Arbeit. Kleine-Frauns erfuhr beispielsweise, dass die Arbeitssuchenden in der Regel vom Jobcenter oder von der Agentur für Arbeit an die Beratungsstelle in Lünen weitervermittelt werden. In Lünen werden diese dann individuell betreut. „Gemeinsam mit den Jugendlichen werden mögliche Jobperspektiven sondiert und Bewerbungsunterlagen erstellt. Sobald klar ist, in welchem Bereich ein Arbeitsplatz gesucht wird, stellen wir Kontakte zur entsprechenden Kammer her, die dann einen passenden Betrieb für den Nachwuchs ausfindig macht“, erklärte Andrea Kossack.

Und das mit Erfolg: In 2017 wandten sich 32 Ratsuchende an die Lüner Beratungsstelle. 24 von ihnen wurden erfolgreich vermittelt (Stand 31. Oktober 2017). Auch kreisweit können sich die Vermittlungszahlen sehen lassen: 124 Jugendliche nahmen an dem Programm teil, 72 von ihnen haben nun einen Job (Stand 31. Oktober 2017). „Bei der Vermittlung legen wir im Kreis Unna besonderen Wert darauf, dass den Teilnehmenden mindestens ein Arbeitsvertrag für die Dauer eines Jahres angeboten werden kann“, erklärte Viktoria Berntzen, die das Projekt koordiniert.
Andrea Kossack berichtetet dem Bürgermeister zudem von zwei Fallbeispielen einer erfolgreichen Vermittlung und machte auf die hervorragende Verbleibstatistik aufmerksam.

Jürgen Kleine-Frauns zeigte sich von der Arbeit begeistert und machte nochmal deutlich, dass das allseits erklärte Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit im Kreis Unna zu halbieren, nur gelingen könne, wenn alle verantwortlichen Akteure Hand in Hand arbeiten.

 

Quelle: Wirtschaftsförderung Unna