Traumjob in der Küche: ABZ bietet Verbundausbildung

Im Ausbildungszentrum der Bauindustrie Hamm (ABZ) lernten bereits Tausende junger Leute, wie Beton, Holz und Kunststoffe zu verarbeiten sind, was im Hoch- und Tiefbau zu beachten ist, welche neuen Technologien Isolierern und Trockenbauern zur Verfügung stehen.

Die Küche scheint da auf den ersten Blick eher nebensächlich. Doch Gerhard Geske widerspricht entschieden: „Meine wichtigste Abteilung!“ Seine Argumentation ist schlüssig: Wenn 200 Teilnehmer – vorwiegend junge männliche Bauarbeiter zwischen 16 und 25 Jahren – am Ende des Tages hungrig bleiben, schlägt das auf die Stimmung. Und umgekehrt: „Was Küchenmeister Herr Loesaus auf den Teller bringt, beeinflusst wesentlich die Kundenzufriedenheit.“

In der Küche bereitet ein achtköpfiges Team drei Mahlzeiten am Tag frisch zu. Seit dem Sommer ist auch die 16-jährige Auszubildende Leonie Deus dabei. „Köchin war schon immer mein Traumberuf“, erzählt sie. „Ich fühle mich sehr wohl hier und finde alles spannend, was ich lernen kann.“ Dazu gehört die Gemeinschaftsverpflegung der Teilnehmer ebenso wie die Gestaltung der Menüs für Veranstaltungen: Jahrgangsbesten-Ehrungen zum Beispiel oder die Deutschen Meisterschaften der Industrie-Isolierer und der Trockenbauer. Dann werden bis zu 350 Gäste mit vielfältigen Leckereien verwöhnt, von Antipasti und Zuckerschotensalat über Seeteufelmedaillons und Lammrücken bis hin zu Petit Fours. „Diese vielen Veranstaltungen können wir nur ins Haus holen, weil wir eine so gute und leistungsfähige Küche haben“, sagt Geske.

Damit die Auszubildenden auch das á la carte-Geschäft kennenlernen, bietet das ABZ seinen Azubis bereits seit vielen Jahren eine Verbundausbildung. Die Auszubildenden werden dabei für mehrere Praktika in einer Gesamtlänge von sechs Monaten an den Partnerbetrieb ausgeliehen. „Dazu kooperieren wir mit namhaften Restaurants in der Region“, erklärt Geske. Hagedorn, Hohoff’s und die Wielandstuben gehören zum Beispiel dazu. Leonie Deus wird ihre Praktika beim Mercure Hotel Hamm absolvieren. Bezahlt wird sie in dieser Zeit vom ABZ. „Daher achten wir sehr darauf, dass für den Auszubildenden ein echter Qualitätsgewinn dabei herauskommt“, sagt Geske.

Verbundausbildung im Westfälischen Ruhrgebiet

Möchten auch Sie Ihren Fachkräftebedarf sichern, Lehrstellen schaffen oder Ihre Ausbildungsqualität verbessern? Die Verbundausbildung bietet mehrere Modelle zur Kooperation mit anderen Unternehmen oder Bildungsdienstleistern. Unter bestimmten Bedingungen fördert das Land aus Mitteln des ESF eine Verbundausbildung mit bis zu 4.500 Euro pro Ausbildungsplatz. Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales oder bei der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet.

 

Ansprechpartnerin:
Corina Mader
Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet
bei der Wirtschaftsförderung Hamm
Telefon 02381/9293-204

 

Aus/erschienen in: Wirtschaft inform, Ausgabe Dezember 2017, Seite 16, Herausgeber Wirtschaftsförderung Hamm

Foto: Heinz Feußner, Hamm