Jahresbericht der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet für das Jahr 2017

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02.07.2018

Der Megatrend Digitalisierung geht auch an der Arbeitspolitik im Westfälischen Ruhrgebiet nicht spurlos vorbei. Auf der einen Seite existieren in unserer Region viele mittelständische Unternehmen, die oftmals als „hidden champions“ mit ihrer Innovationskraft eine Vorreiterrolle in der digitalen Transformation einnehmen. Auf der anderen Seite stehen gerade kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere im Handwerk, vor der Herausforderung, im digitalen Wandel nicht den Anschluss zu verlieren und die Chancen, welche die Digitalisierung gerade unter personalpolitischen Gesichtspunkten bietet, zu nutzen.

Es gilt, diese Unternehmen für diese Chancen zu sensibilisieren und bei der Umsetzung der digitalen Transformation mit unternehmens-spezifischen Lösungen zu unterstützen.

Neben der Unterstützung von Unternehmen bei der Umsetzung einer zukunftsfähigen Arbeitsorganisation und Personalentwicklung verliert die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet aber auch die Zielgruppe der Geringqualifizierten und das Thema Jugendarbeitslosigkeit nicht aus dem Blickfeld.

Denn hier zeigt sich die Kehrseite der Digitalisierung der Arbeitswelt: Vor allem bei redundanten Tätigkeiten, die bisher von Hilfskräften ausgeführt werden, sind durch die Digitalisierung von Arbeitsprozessen erhebliche tätigkeitsspezifische Veränderungen zu erwarten. Um hier eine Polarisierung zwischen „Gewinnern“ und „Verlierern“ der digitalen
Transformation zu vermeiden, sollten gemeinsam mit Betrieben und Beschäftigten Lösungen erarbeitet werden, um Arbeitsplatzverluste aufzufangen.

Die Regionalagentur hat im Jahr 2017 verstärkt Unternehmen und Projektträger für das Thema „Arbeit 4.0“ sensibilisiert und bei der Konzeption und Umsetzung von Modellprojekten beraten.

Ebenso eröffnet die Regionalagentur in ihrer Funktion als Erstberatungsstelle kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zum Programm „unternehmensWert:Mensch plus“, einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das seinen Fokus explizit auf die Unterstützung von Betrieben und deren Beschäftigten bei der Bewältigung der digitalen Transformation legt.

Mit dem im Mai 2017 durchgeführten regionalen „Ideenlabor Westfälisches Ruhrgebiet“ im Rahmen des Prozesses „NRW 4.0: Gute und faire Arbeit“ hat die Regionalagentur einen Dialog unter den arbeitspolitischen Akteuren in der Region angestoßen, um erste Lösungen zu erarbeiten, wie die Chancen der Digitalisierung genutzt und ihre Risiken abgemildert werden können. Mit dieser Diskussion ist das ESF-geförderte Modellprojekt „Digitale Excellence NRW“ in Dortmund verwoben, das die Regionalagentur bei der Antragstellung erfolgreich beraten hat.

Auch in den übrigen Förderlinien führte die Regionalagentur ihre Arbeit im Jahr 2017 konsequent und erfolgreich weiter. Insgesamt konnten ca. 14,5 Mio. Euro an Fördermitteln für die Region Westfälisches Ruhrgebiet
eingeworben werden.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei unseren Partnern in der Region, die uns immer wieder bei allen Aktivitäten kompetent und tatkräftig unterstützen. Die erfolgreiche Umsetzung der Landesarbeitspolitik unter Berücksichtigung regionaler und kommunaler Interessen ist eine kooperative Leistung der Regionalagentur und
aller beteiligten Partner aus Wirtschaft, Politik und Bildung. Sie bildet die Basis zur Bewältigung der kommenden arbeitspolitischen Aufgaben.

André Deutschmann
Leiter der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet

Den Jahresbericht 2017 können sie hier herunterladen: Jahresbericht 2017

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