Filmpremiere: Geschafft! – Erfolge und Perspektiven öffentlich geförderter Beschäftigung in Dortmund

©Horst Herz

Aus der Langzeitarbeitsarbeitslosigkeit in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung – fünf Dortmunderinnen und Dortmunder berichten vor der Kamera, wie Sie mithilfe eines öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnisses diesen Sprung geschafft haben.

Die Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in das Erwerbsleben ist ein zentrales Ziel der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Unter dem Titel „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ werden im Rahmen der ESF-geförderten Landesarbeitspolitik Ansätze zur langfristigen und dauerhaften Integration von Langezeitarbeitslosen umgesetzt.

In Dortmund gibt das Teilprojekt „Aktiv statt passiv!“ seit 2013 langzeitarbeitslosen Menschen die Chance, wieder im Berufsleben Fuß zu fassen. Umgesetzt wird das Dortmunder Teilprojekt von der Interessengemeinschaft Sozialgewerbliche Beschäftigungsinitiativen (ISB e.V.)

Durch eine ausgewogene Kombination von sinnstiftender Arbeit und individueller Betreuung durch Jobcoaches erzielt das Projekt sehr gute Quoten beim Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

© Joe Kramer

Die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet hat im Jahr 2018 den Dokumentarfilmer Horst Herz damit beauftragt, fünf ehemalige Programmteilnehmerinnen und Programmteilnehmer zu porträtieren und sie von ihren Erfahrungen im Projekt „Aktiv statt passiv!“ berichten zu lassen.

© Joe Kramer

Entstanden sind fünf Kurzfilme, mit teilweise sehr persönlichen Einblicken, über Menschen, die es „geschafft“ haben. Denen es durch eine Teilnahme am Dortmunder Teilprojekt „Aktiv statt passiv!“ im Landesprogramm „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ gelungen ist, einen Ausweg aus der Langzeitarbeitslosigkeit und eine neue berufliche Perspektive zu finden.

Die Filme wurden in Rahmen einer Premiere im Dortmunder Programmkino „sweetSixteen“ am 30. Januar 2018 uraufgeführt.

© Joe Kramer

Nach der Premiere der Filme berichteten der Protagonist Karl-Heinz Steffen und der Regisseur Horst Herz über ihre Erfahrungen mit dem Projekt „Aktiv statt passiv!“ und gaben einen Einblick in die Dreharbeiten.

In seinem anschießenden Impuls lobte der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Dr. Edmund Heller, die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit der Dortmunder Arbeitsmarktakteure im Bereich der öffentlich geförderten Beschäftigung. Ebenso umriss er die zukünftige Strategie der Landesregierung im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit, insbesondere unter den neuen Voraussetzungen des „Teilhabechancengesetzes“.

© Joe Kramer

In der anschließenden Podiumsrunde mit Dortmunder Arbeitsmarktakteuren herrschte Konses, dass öffentlich geförderte Beschäftigung weiterhin ein wichtiger Hebel zum Aufbrechen von verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit sei. Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, verwies auf die Vorbildwirkung, welche die Dortmunder Ansätze haben könnten. Dies zeige beispielsweise der Erfolg des Projektes „Service Center lokale Arbeit“. Stadträtin Birgit Zoerner betonte, dass gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Dortmunder Arbeitsmarktakteuren, trotz so mancher Kulturunterschiede, ein wichtiger Erfolgsfaktor sei. Andreas Koch, Geschäftsführer der Grünbau gGmbH, erinnerte daran, dass bei der Konzeption zukünftiger Programme und Projekte für die Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen vor allem die individuelle Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie beispielsweise im Projekt „Aktiv statt passiv!“ durch die Jobcoaches praktiziert werde, nicht aus den Augen verloren werden dürfe. Der Geschäftsführer des Jobcenters, Frank Neukirchen-Füsers berichtete, dass die Umsetzung der mit dem „Teilhabechancengesetz“ beschlossenen neuen Aktivitäten in Dortmund sehr gut angelaufen sei. Bisher seien knapp 500 Stellen für Beschäftigung im Rahmen des Teilhabechancengesetzes beim Jobcenter gemeldet worden.


Monika K. hat über eine erfolgreiche Projektteilnahme den Sprung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Betreuerin in einer „Demenz-WG“ des Caritasverbandes Dortmund geschafft.

Kalle S. ist mit der erfolgreichen Teilnahme am Projekt „Aktiv statt passiv!“ der Einstieg in eine Beschäftigung als Anleiter beim CJD Dortmund gelungen.

Volker H. arbeitet inzwischen als Baustelleneinrichter bei der Firma GrünBau gGmbH in Dortmund.

Mike K. hat durch die Teilnahme am Projekt „Aktiv statt passiv!“ eine feste Anstellung als Bauhelfer bei der GrünBau gGmbH in der Dortmunder Nordstadt gefunden.

Peter H. wurde aus dem Projekt heraus in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beim CJD Dortmund übernommen.