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Wege in die Pflege – das solltest du wissen

28.04.2026

Pflege biete vielfältige Wege, starke Perspektiven und echte Sinnstiftung. Ob Assistenz, Ausbildung oder Studium – entdecke, wie du in einem der wichtigsten Berufe unserer Gesellschaft durchstarten kannst

Pflegefachassistentin und Pflegefachassistent:

Voraussetzung:

  • Grundsätzlich: Hauptschulabschluss
  • Möglich auch ohne Schulabschluss, wenn die Pflegeschule eine positive Prognose stellt.

Die aktuell noch einjährige Ausbildung wird ab Ausbildungsjahr 2026/2027 neu geregelt. Statt 27 unterschiedlichen Landesmodellen wird es dann nur noch eine bundeseinheitliche Struktur geben. Dann wird die Ausbildung 18 Monate dauern. Verkürzungen auf 12 Monate sind möglich, wenn bereits Vorerfahrungen bestehen.

Diese Ausbildung eignet sich insbesondere für eine Teilzeitausbildung. Dann kann sie bis zu 36 Monate dauern. Die Teilzeitausbildung bietet sich insbesonder an, wenn die*der Auszubildene bereits zu betreuende Kinder oder pflegende Angehörige hat, unzureichende Deutschkenntnisse hat oder es wird mehr Zeit für das theoretische Lernen benötigt. Auch ist die Teilzeitausbildung ideal, wenn parallel ein höherer Bildungsabschluss erworben werden soll, um dann ggf. den Übergang in die dreijährige Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz zu schaffen.

Ausbildungsinhalte Pflegefachassistenz:

  • Grundlagen der Pflege
  • Unterstützung bei der Grundpflege
  • Einfache pflegerische Tätigkeiten
  • Fokus auf praktische Unterstützung im Alltag

Aufgaben im Berufsalltag:

  • Unterstützung bei der Körperpflege, Ernährung, Mobilisation
  • Vitalzeichenkontrolle (z. B. Blutdruck, Puls)
  • Unterstützung bei der Dokumentation
  • Beobachtung und Weitergabe von Veränderungen
  • Keine eigenständige Pflegeplanung, keine komplexen Maßnahmen

Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten

  • Möglichkeit, später die 3-jährige Ausbildung zu beginnen
  • Gute Einstiegschance in die Pflege
  • Weniger Aufstiegsmöglichkeiten ohne weitere Qualifikation

Mehr Informationen unter:

Pflegefachassistentin/Pflegefachassistent | Mit Menschen für Menschen.

Gesetz über die Einführung einer bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung und zur Änderung weiterer Gesetze – BMBFSFJ


Pflegefachfrau und Pflegefachmann:

Voraussetzung:

  • der mittlere Schulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss
  • mindestens ein Hauptschulabschluss oder ein anderer gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss, mit dem Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren oder einer mindestens einjährigen, abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege
  • der Nachweis einer landesrechtlich geregelten, erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Altenpflegehilfe oder Krankenpflegehilfe
  • der Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung

und

  • die für den Beruf notwendige Zuverlässigkeit (Führungszeugnis)
  • die gesundheitliche Eignung
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse

Die Ausbildung dauert in der Regel 36 Monate.

Ausbildungsinhalte Pflegefachkraft:

  • Umfassende medizinische, pflegerische und psychosoziale Inhalte
  • Vertiefte Kenntnisse in Akutpflege, Langzeitpflege, Kinderkrankenpflege
  • Höhere Verantwortung, komplexere Aufgaben
  • Theorieanteil deutlich umfangreicher

Aufgaben im Berufsalltag:

  • Durchführung und Planung der Pflege
  • Medikamentengabe (nach ärztlicher Anordnung)
  • Wundversorgung
  • Pflegeplanung und -dokumentation
  • Anleitung von Auszubildenden und Assistenzkräften
  • Kommunikation mit Ärzt*innen, Angehörigen, Therapeut*innen

Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten

  • Weiterbildungen (z. B. Intensivpflege, OP-Pflege, Praxisanleitung)
  • Studium möglich (Pflegepädagogik, Pflegewissenschaft, Management)
  • Leitungsfunktionen erreichbar

Mehr Informationen unter:

Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner | Bezirksregierung Düsseldorf

Bildung und Anerkennung – Pflegekammer NRW


….es gibt aber noch ganz viele andere Berufe im großen Bereich der Pflege: Hebamme, Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Zudem hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW) Pflege- und Gesundheitsberufsbilder in NRW von A bis Z eingestellt. Darunter finden sich z.B. Apotheker*innen, Diätassistent*innen, Familienpfleger*innen, Notfallsanitäter*innen…


Wer berät den verschiedenen Pflegeausbildungen?

Berufsberatung der Agentur für Arbeit bzw. Jugendberufshaus Dortmund

  • Hier gibt es persönliche kostenfreie Beratungsgespräche
  • Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche
  • Infos zu Voraussetzungen, Bewerbungen und ggf. Fördermöglichkeiten

Pflegeschulen

  • Beraten direkt zu ihren Ausbildungsgängen
  • Erklären Inhalte, Ablauf, Praxispartner und Starttermine
  • Oft mit Informationsveranstaltungen und Hospitationstagen

Pflegeeinrichtungen

  • Informieren über Praxisanteile, Arbeitsalltag und Bewerbungswege
  • Viele bieten eigene Info- oder Schnuppertag an

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