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Fachkräftetag im Innovationszentrum Hamm

26.04.2024

Bündnis für Fachkräfte diskutiert Herausforderungen der Fachkräftesicherung

Das Bündnis für Fachkräfte Westfälisches Ruhrgebiet veranstaltete am 24. April 2024 den 3. Fachkräftetag im Innovationszentrum der Impuls Wirtschaftsförderung Hamm unter dem Motto „Unentdeckte Fachkräftepotentiale“ für Unternehmen aus der Region Hamm, Dortmund und dem Kreis Unna. Das Bündnis für Fachkräfte Westfälisches Ruhrgebiet lud Interessierte dazu ein, die Herausforderungen der Fachkräftesicherung zu diskutieren. „Wir freuen uns über die sehr große Resonanz auf unserem Fachkräftetag im Innovationszentrum in Hamm“ “, berichtet Jennifer Leidag von der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, die in Hamm bei der Wirtschaftsagentur IMPULS angesiedelt ist. „Die Unternehmen haben sich auf den Weg gemacht, neue Wege zu gehen und ein großes Interesse daran, voneinander zu lernen.“

Ralf Dreisewerd, Unternehmensberater bei der Handwerkskammer Dortmund, sprach in seiner Begrüßung mit Maike Fritzsching, Geschäftsführerin der IHK zu Dortmund und Thomas Helm von der Agentur für Arbeit der Stadt Hamm über den Status Quo des Fachkräftemangels und potenzielle Lösungen. „Vor zehn Jahren haben wir gesagt, der Fachkräftemangel steht bevor, inzwischen sind wir mittendrin“, resümiert Fritzsching.  Thomas Helm rief dazu auf, den Fachkräftetag zu nutzen, um in den Austausch zu gehen und gemeinsame Ideen zu entwickeln.

In seinem Impulsvortrag betrachtete Clemens Wieland, Senior Experte der Bertelsmann-Stiftung, anschließend Mythen, Fakten und Perspektiven des Ausbildungsmarktes. Insgesamt zeichnete er dabei ein herausforderndes aber dennoch optimistisches Bild für die Entwicklung des Ausbildungsmarktes. So zeigte Wieland, dass die Bedeutung der dualen Ausbildung bis 2030 konstant hoch bleiben werde. Letztlich sprach sich der Experte für drei zentrale Handlungsempfehlungen aus: Jugendliche müssten als Zielgruppe gezielt angesprochen werden, das Ausbildungssystem flexibilisiert und die Ausbildungsgarantie optimiert werden.

Die rund 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten im Anschluss die Möglichkeit, verschiedene Perspektiven der Fachkräftesicherung in Kleingruppen zu debattieren. Im Fokus standen die Themen der beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderung, die Integration von Personen mit Migrationsgeschichte sowie die Potentiale von Minijobs. Zum Abschluss zeigte Philip Herzer vom Kompetenzzentrum Fachkräfte weitere ungenutzten Fachkräftepotenziale, wobei er Frauen und ältere Menschen in den Fokus nahm.

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